Sonnige Geschichtchen

Heute war ein ruhiger Tag für mich. Und ein sonniger. Ich machte dabei Bekanntschaft mit Sepp. Und wenn ich von den Menschen, die hier immer wieder auf dem Hof vorbeischauen auf das Gesamtumfeld schließen darf, so muss ich sagen: Fein, sehr fein. – Sepp kam auf einem benzin-motorisierten Fahrrad angetuckelt. Auf dem Gepäckträger seine Krücken. Im Gesicht eine mehr als lässige alte Sonnenbrille (für die er sich zu schämen schien). Er stieg ab, stützte sich ab, begrüsste mich („Wer san denn Sie??“) und kam mit mir ins Gespräch. Er ist der Zimmermeister, der diesen Bauernhof in den 70ern gebaut hat. Sein letztes Werk war dann später das Bienenhaus. Jetzt ist Sepp alt. Und strahlt trotzdem, und lacht. Ein Mensch, der sich selbst mag. Ganz offensichtlich. Es war eine Freude, mit ihm zu scherzen. Er in astreinem Oberbayerisch, das ich freilich abschnittsweise erst auf Nachfrage hin verstand.

Nachmittags hatte Bene frei. Drum fuhr Max mit ihm in den Wald zum arbeiten. Dabei konnte ich nicht mitkommen. Erstens, weil sie mit dem Bulldog gefahren sind. Bene auf dem „Beifahrersitz“ (Ich finde, ich mache dort eine bessere Figur als Bene, aber das ist nicht immer entscheidend, scheint mir :-). Für mich war da kein Platz. Zweitens hätte ich bei der Waldarbeit nicht wirklich helfen können und wäre wahrscheinich mehr wie Heidi aus dem Zeichentrickfilm unbeschwert grinsend über die Erdoberfläche gehopst. Das hätte ausschließlich genervt. Also mich zumindest, wenn ich Bene oder Max hieße :-).

Ich habe mich in der Zwischenzeit stattdessen um die Bienen gekümmert. Und ein paar Fotos gemacht (Ich muss irgendwie noch mehr weg von der Blumen- und Bulldogfotografie, hin zur Kuhfotografie… Mal sehen, was sich machen lässt). Auch schön.

In diesem Sinne,
auch nach Sonnenuntergang immer noch ein wenig sonnig,
Richeza

Auch am 5. Tag macht Melken noch Spaß

Die Zeit geht oiwei so schnell vorbei: 5. Tag.

Und am 6. und 7. Tag werde ich „ruhen.“ (Auf Deutsch: Keine Kuh, dafür Familie und Freund(e) sehen. Nix bloggen.)

– Nach einer Arbeitswoche in der Landwirtschaft folgende Zwischenbilanz, mit einem Wort:
Einfach toll! 🙂

Im Ernst: Es war sehr lehrreich und schön. Und es fühlt sich gut an. Und richtig. Und wichtig. Selbst der Erstkontakt mit den Bienen heute. Im Gegensatz zu Max: Den haben sie übelst gestochen.

Und die Ausichten sind gut, nachdem Max und ich heute u.a. einen Schlauch vom Rad vom Heukreisel geflickt haben. Im Sommer soll der von mir gelenkt werden. Ich freu mich. Obwohl die Muskeln gerade ein wenig schlapp sind, und ich dazu :-)…

Herzlich,
mit natürlich-kühlichen Grüßen zum schönen Wochenende,

Richeza

P.S. Wort der Woche: „Oiwei“