Viel Sex um nix.*

Heute: Wieder (!) toll.
(Nervt das eigentlich nich, ständig diese positiven Adjektive wie „toll“, „schön“, „prima“ etc. zu lesen? – Oder seid Ihr einfach froh, dass ich aus diesem Anlass mal endlich weniger fluche als sonst? 🙂

Heute morgen nach dem Melken kam Timo, unser Stier -vor dem ich wirklich, wirklich, wirklich Respekt habe, und über den ich nie Witze machen würde- zum Einsatz. Er „durfte“ draußen vor der Stalltür eine Kuh decken. – Ayso, ich weiß nich: So richtig viel Gefühl war bei diesem Geschlechtsakt nicht dabei. Und Zeit hat Timo offensichtlich auch keine mitgebracht. Und ehrlich: Ich bezweifle, dass es geklappt hat. Aber ich wollte Max und Gretl nicht zu sehr löchern, von wegen wie was wo und so.

Dabei waren die Kühe heute offensichtlich läufig (oder wie heisst das bei Kühen? – Ich seh schon, ich muss das studieren um Ahnung zu haben** :). Denn auch als ich sie abends von der Weide geholt habe, hatten sie den halben Heimweg nichts Besseres zu tun, als sich gegenseitig zu bespringen. Das ging so weit, dass ich zu meinem spannendsten Moment des Tages kam: Im Melkstand anschließend war eine Kuh offensichtlich so wenig Herrin ihrer Gefühle, dass sie ihre Vorderfrau anspringen wollte. Mit dem Erfolg, dass sie sich mit einem Huf im Gerüst des Melkstalls verhedderte. So hing die Gute ein paar panische Momente fest, ehe Richeza, die Edle, ihr mit einem Stock sich befreien helfen konnte.

Dies sind so die Momente, in denen ich wirklich wach und sehr aufmerksam bin. Daneben war ich heute auch ein wenig müde. Denn das Einzige, was mir hier fehlt, ist Zeit. Zeit, die ich auch in Schlaf umwandeln würde. Und in Taijiquan üben (denn das würde HIER so gut her passen). Und in lesen. Und in… andere Energiequellen.

In diesem Sinne,
mit allen Sinnen voll und ganz dabei,

Richeza

* Muss ich wegen dieses Titels nun meine Blog-Einstellungen auf „Erwachseneninhalte“ ändern? Nee, oder?
** Wobei, ich lerne auch so viel: Gestern, z.B., habe ich die Worte „Zapfwelle“ und „Schmiernippel“ in meinen aktiven Wortschatz aufgenommen. Daneben gibt es aber noch ungezählte Objekte, die bisher von mir mit irgendwelchen agrarisch anmutende Fantasiebegriffen belegt werden. Max versteht mich.

Auch am 5. Tag macht Melken noch Spaß

Die Zeit geht oiwei so schnell vorbei: 5. Tag.

Und am 6. und 7. Tag werde ich „ruhen.“ (Auf Deutsch: Keine Kuh, dafür Familie und Freund(e) sehen. Nix bloggen.)

– Nach einer Arbeitswoche in der Landwirtschaft folgende Zwischenbilanz, mit einem Wort:
Einfach toll! 🙂

Im Ernst: Es war sehr lehrreich und schön. Und es fühlt sich gut an. Und richtig. Und wichtig. Selbst der Erstkontakt mit den Bienen heute. Im Gegensatz zu Max: Den haben sie übelst gestochen.

Und die Ausichten sind gut, nachdem Max und ich heute u.a. einen Schlauch vom Rad vom Heukreisel geflickt haben. Im Sommer soll der von mir gelenkt werden. Ich freu mich. Obwohl die Muskeln gerade ein wenig schlapp sind, und ich dazu :-)…

Herzlich,
mit natürlich-kühlichen Grüßen zum schönen Wochenende,

Richeza

P.S. Wort der Woche: „Oiwei“

Wie soll das denn noch werden,….

…wenn ich an meinem ersten Tag in der Landwirtschaft schon all das machen durfte, was ich schon so lange machen will:

Respektive
– Bulldog fahren,
– Kühe von der Weide holen,
– Kühe melken….

Und weil das alles so spannend ist, und bisher alles passt, bis auf die Internetverbindung :), gehe ich jetzt glücklich schlafen.