Zurück zur Kuh

käse

Seit einer Woche bin ich auf einem konventionellen Milchviehbetrieb im UNTERAllgäu – und froh darüber.
Den Ziegenhof habe ich nach einem Monat vorzeitig verlassen, weil ich in der Käserei versauert wäre… * Doch die Zeit ist wertvoll. Die Ausbildung zur Landwirtin liegt mir am Herzen und gibt mir unbeschreiblich viel. Mein neuer Betrieb ist fein. Wohltuend aufgeräumt und organisiert. Und mit einem Mal ist es plötzlich (wieder) ganz egal, wie viel Stunden man im Stall steht oder auf’m Acker fährt. Denn es zählt nur: Es ist gut.

Die Katze auf dem Sack
* Freilich war die Entscheidung, vorzeitig umzudenken und einen anderen Ausbildungsbetrieb zu finden  schwer. Rückwärts betrachtet war es die Chance, eine unglückliche Situation zu verbessern. Ich mag Chancen. 🙂

Schluss mit dem Gegacker

Huiuiui, lange nicht mehr gebloggt. Keine Zeit. Oder keinen Bock. Jetzt aber:

Meine 8-monatige Lehrzeit auf dem Legehennenbetrieb ist mit Ablauf August -leider- beendet. „Leider“, weil die Zeit dort auch sehr schön war, ich viel gesehen und gelernt habe, feine und fähige Menschen um mich herum hatte, und ich nicht nur die kleine Emma vermisse, die jeden Tag um halb 1 Uhr mittags ins Lager kam und „eeeessenkommeeeeen!“ gerufen hat :o)…
Damit ist auch die Zeit zu Ende, in der ich mich ständig zwischen städtischen und ländlichen Hühnern hin- und her bewegt habe.
Den September habe ich damit verbracht, mich in verschiedenen Kursen über Landmaschinen der Innen- und Außenwirtschaft, der Rinderhaltung und Chemie (!) mit Wissen voll zu packen/voll packen zu lassen.
Schön war’s, ganz anders anstrengend war’s, und ein Vorgeschmack war’s. Auf das, was nun kommt. Das Landwirtschaftsstudium in Weihenstephan. Ich bin nie davon ausgegangen, dass das Pillepalle wird. Aber spätestens seit dem Chemie-Vorkurs in der vergangenen Woche weiß ich: Hola, die Waldfee, aufgemerkt! Das wird packend, aber geil! :-))))) Ich werde berichten, wie sich der weitere Verlauf gestaltet. In Woche 2 kann ich dazu noch nicht viel sagen, nur fühlen: Der Kontakt mit den Grundlagen der Naturwissenschaften wie Chemie, Mathematik und Physik könnte mich ganz glücklich machen :). Oder endlos traurig :(. Werd‘ scho!

Wir haben noch Zeit bis zum ökologischen Kollaps

Mann! Mit der Veröffentlichung dieses Artikels hätten sie mal wirklich bis zum Sommerloch warten können:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/bedrohte-umwelt-die-welt-vor-dem-oekologischen-kollaps-1.1376134

„(…) Laut der Studie werden schon heute 43 Prozent der eisfreien Erdoberfläche für Landwirtschaft und zum Wohnen genutzt. Sollte der Trend anhalten, wäre die potentiell gefährliche 50-Prozent-Marke bereits 2025 erreicht.“

Was ich außerdem noch interessant fand:

Prof. Thomas O. Höllmann in „DIE ZEIT Geschichte, Nr.1 2012 – China“

“ (…) Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass maximal 12 bis 13 Prozent der Gesamtfläche Chinas als Ackerland genutzt werden können und das davon wiederum nur ein kleiner Teil Spitzenerträge erbringt. Die Folgen von Dürren, Überflutungen, Kältewellen, Schädlingsbefall und Erdbeben können deshalb dramatisch sein.“ 

— Zitat Ende

Und, ach ja: Ich würde gern ein Agrar-Praktikum in China machen. Am besten noch vor dem Ökologischen Kollaps.

Wie soll das denn noch werden,….

…wenn ich an meinem ersten Tag in der Landwirtschaft schon all das machen durfte, was ich schon so lange machen will:

Respektive
– Bulldog fahren,
– Kühe von der Weide holen,
– Kühe melken….

Und weil das alles so spannend ist, und bisher alles passt, bis auf die Internetverbindung :), gehe ich jetzt glücklich schlafen.