Dokumentationen meiner Kindheit

Letzte Woche war ich im Allg√§u in meinem Dorf zu Besuch. Wer mich kennt, wei√ü, dass mein Dorf das beste Dorf ist. Zumindest f√ľr mich – in meiner Kindheit.

Und dieses Mal hat mich etwas besonders gefreut:
Ich durfte bei Heidi & Peter am sp√§ten Nachmittag im Stall fotografieren, wie Heidi die K√ľhe gemolken und Peter die Tiere versorgt hat.

Das war wichtig f√ľr mich:
Heidi & Peter sind die Eltern von meiner besten Freundin von damals aus dem Dorf, Sandra. Sandra wohnt noch immer in meinem Dorf und ist noch immer genauso nett.

Weil ich fr√ľher jeden Nachmittag -au√üer Sonntag- bei Sandra auf dem Bauernhof zum Spielen war, sind Heidi & Peter haupts√§chlich f√ľr meine positive landwirtschaftliche Pr√§gung verantwortlich.

Denn ihr Betrieb war mein liebster und spannendster Spielplatz.

In einigen Jahren gehen Heidi & Peter in Ruhestand. Dann wird es dort keine Anbindehaltung und √ľberhaupt keine Milchk√ľhe auf dem Bauernhof mehr geben.

Und wie ich völlig aufgedreht nach dem Fototermin im Stall nach Hause radelte, entdeckte ich auf der Wiese vor dem Alten Schulhaus die Bachbäuerin. Die Bachbäuerin! Ich habe sie schier ewig nicht gesehen. Ich wusste gar nicht mehr, wie es ihr geht.

Ich musste von meinem Radl abspringen und zu ihr hingehen, und mich mit ihr unterhalten.
Die Bachb√§uerin hatte fr√ľher gesch√§tzt 15 Milchk√ľhe. Ich sah sie oft, wie sie die K√ľhe auf die 100 Meter entfernte Weide trieb.
Heute gibt es dort keine K√ľhe mehr.